Chronik

April 2018
Jahreshauptversammlung bei der KG. Es stehen Vorstandswahlen an. Mit deutlichen Ergebnissen wird der bestehende Vorstand für 3 weitere Jahr wiedergewählt. Als Kassenprüfer kommt Bert Klippel hinzu, da Norbert Müller nach zwei Jahren sein Amt wieder abgeben muss. Einige verdiente Mitglieder werden für 33, 22 und 11 Jahre  Mitgliedschaft geehrt. Jetzt beginnt die Arbeit für die nächste Session.

Februar 2018
Der Höhepunkt der Session steht an. Eine super Kindersitzung und eine ausverkaufte Prunksitzung stimmen uns auf die jecken Tag ein. Pünktlich zu den Zügen zeigt sich das Wetter wieder von seiner schönen Seite und unser Dreigestirn feiert überall und jeden. Die interne Fete im Festzelt ist für das erste Jahr gut besucht und wird seine Fortsetzung im nächsten Jahr finden. So eine Session, hat nach meheren Jahren ohne Tollitäten, dem Jemönder Karneval sehr gut getan. Hoffentlich war dies der Auftakt für mehr…

November 2017
Mit Spannung wird das neue Dreigestirn erwartet. Prinz Gerd I. (Schmitt) von „Exelflott-Tabellengott“, Bauer Frank I.(Steffen) von „Paarhuf-Leberkäs“und Jungfrau Wissi I.(Michael Wisskirchen) von „Obstler leer – Null Ouvert“ übernehmen die närrische Regentschaft. Mit einem über 70 Leuten umfassenden Gefolge machen Sie den Kursaal unsicher. Nach diesem Abend ist klar, es wird eine richtig geile Session.

Mai 2017
Die Jahreshauptversammlung bringt einen Umbau im Vorstand. Manuela Dederichs hat aus persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung gestellt. Auch hört Kerstin Döhler nach jahrzehntelanger aktiven Arbeit im Tanzbereich und Vorstand auf. Aus der Wahl geht Andreas Mertens als neuer 1. Vorsitzender hervor. Jenny Hehs übernimmt den Beisitzer Tanzbereich von Kerstin Döhler und zusätzlich erweitert Stefan Klippel als neuer Beisitzer das Team. Somit ist nun der zweit jüngste Vorstand der KG – Geschichte im Amt. – Herzlichen Glückwunsch!
An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an Kerstin und Manuela für die geleistete Arbeit in der KG Rot Weiss Gemünd!

Februar 2017
Die Sitzungen der KG waren wieder einmal ein voller Erfolg.
Otti, Kerstin, Roland, Silvi und ihr gesamtes Team zauberten wieder ein tolles Ambiente, diesmal getreu dem Motto Sternenspass – Kometenglück – Ins Universum und zurück“
Nach der Kindersitzung ist vor der Prunksitzung. Unter dem Motto: Starjeck 11 – Mir all im All feierte man bis tief in die Nacht.
In Verbindung mit der Sitzung wurden auch 4 Mitglieder besonders geehrt.
Manuela Dederichs erhielt den RVD Verdienstorden in Bronze und Silvia Klein, Kerstin Döhler und Ottmar Heinrichs das BDK Treueabzeichen im karnevalistischen Brauchtum und Tanzsport in Gold mit Brillianten

November 2016
Gemünd war Ausrichter des Gardewettstreits des Altkreises Schleiden und kassierte dafür viel Lob für eine sehr gute Organisation. Leider gehen die Teilnehmerzahlen immer weiter zurück, so dass auch diese traditonelle Veranstaltung in Gefahr ist. Hoffen wir auf eine Wiederauflage im nächsten Jahr.

Frühjahr 2016

Der Straßenkarneval geht in die heiße Phase und das Geheimnis wird gelüftet. Unter Leitung von Wolfgang Decker hat das Wagenbauteam phantastische Arbeit geleistet und einen riesigen neuen Wagen auf die Beine gestellt. Ab sofort fährt der Vorstand mit der Kamelle – Fabrik und ist eine Bereicherung für jeden Zug in der Umgebung.

Sommer 2015

Man hoffte bis zuletzt auf Tollitäten. Es gab zwar einige Gerüchte aber leider wurde wieder nix draus. Zeitgleich wurde aber eine andere Überraschung für die Gemünder Bevölkerung beschlossen.
Der Vorstandswagen, der seit 10 Jahren den Vorstand durch alle Züge begleitet hat wird abgerissen und ein neuer Wagen gebaut. Dafür traf man sich zu verschiedenen Vorschlagsrunden und begann dann im August mit dem Abriss und Neubau.

Februar 2015

Die erste Sitzung des neuen Präsidenten war ein voller Erfolg, Mit der Muppet -Show traf der Elferrat genau den Nerv des Publikums. Es war auch der erste Auftritt unseres singenden Majors Stefan Klippel der nicht nur tanzen sondern auch zusammen mit dem Präsidenten das eigens geschriebene Sessionslied zum besten geben konnte. Es wurde bis tief in die Nacht gefeiert und auch ohne Tollitäten eine berauschende Session 2014/2015 erlebt.

November 2014

Nach der Deproklamation des tollen Dreigestirns gibt es in dieser Session leider keine Tollitäten. Macht nichts denkt sich die KG. Machen wir halt mal ein anderes Highlight und richten den Gardewettstreit des Altkreises Schleiden aus. Gesagt getan. Dank der Unterstützung vieler Vereinsmitglieder stemmte man die Veranstaltung und konnte als Ausrichter mehr als überzeugen.

Februar 2014

Es ist die letzte Sitzung des Sitzungpräsidenten Frank Michalski. Diese wird schon unter dem Motto City-Jeck, lieber Clown als Klon in Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidenten René Gerhards auf die Beine gestellt. Es ist eine legendäre und vor allem die längste Sitzung die Gemünd je gesehen hat. In Anerkennung seiner Verdienste wollten natürlich viele Überraschungsgäste gratulieren oder etwas aufführen. So musste René kurzerhand im Hintergrund parallel eine zweite Sitzung ohne das Wissen von Präsi auf die Beine stellen. Die Überraschung war auf jeden Fall gelungen.

Danke Präsi, für die vielen tollen Sitzungen und deinen Einsatz für die KG Rot Weiss Gemünd.

 

November 2013

Der neue Vorstand hat ganze Arbeit geleister. Wir haben wieder Tollitäten.

Mit Prinz Willi I.(Krause) von „Ja ich will“, Bauer Hein I.(Henk) von „Kurz överlaat noch es jemaat“ und Jungfrau Petra I. (Weimbs) von „Mehr bruch ich net“ findet der Startschuß für eine berauschende Session unter dem Motto: Drej grau meliert, jetzt witt jefiert statt.

 

Nach dem Beginn bis zu meinem Amtsende“
von Frank Michalsk

April 2013

Am Freitag den 26.04.2013 war es wieder soweit. Die KG lud zur Jahreshauptversammlung und diesmal waren viele Mitglieder diesem Ruf gefolgt.
Der Saal bei Werner Dahmen war bis auf den letzten Platz gefüllt. Selbst Stühle aus dem Biergarten mussten noch zusätzlich aufgestellt werden, damit jeder gemütlich und nicht im Stehen der Veranstaltung lauschen konnte.

Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, die Jahresberichte durch die entsprechenden Posteninhaber und die Entlastung des Vorstandes standen einige wichtige Wahlen auf der Tagesordnung. Mit deutlicher Mehrheit wurde zuerst beschlossen, den Posten des Präsidenten wieder einzuführen. Die spätere Wahl zum neuen Präsidenten fiel dann auf den bisherigen 2 Vorsitzenden René Gerhards.

Auf Grund des Rücktritts unseres bisherigen ersten Vorsitzenden Norbert Müller, dem wir hiermit noch einmal danken für die jahrelange super Vereinsarbeit, musste auch ein neuer Kopf der KG gewählt werden. Manuela Dederichs wurde für dieses Amt vorgeschlagen und mit deutlicher Mehrheit für diesen Posten bestätigt.

Auch Michael Hartmann zog sich nach jahrelanger Vorstandsarbeit aus dem Amt des Termin- und Informationskoordinator zurück. Auch an Tik noch mal ein großes Dankeschön. Für TIK neu gewählt in den Vorstand wurde Michael Cardinier.

Januar / Februar 2013
Auch ohne Tollitäten geht voll die Post ab und wir feiern einen stimmungsvollen Gemünder Karneval. Bei unseren Auftritten und Besuchen wechseln sich die beiden Vorsitzenden Norbert und René mit der Moderation ab und sorgen für ein neues Gesicht der KG.
Beim Bürgermeisterempfang, dessen Ausrichter wir dieses Jahr sind, erweist sich bei der Moderation das Zusammenspiel unseres letztjährigen Ex-Dreigestirns als ein Volltreffer.
Das Schmücken der Kurhalle für unsere Sitzungen ist in diesem Jahr eine besondere Herausforderung, da am Mittwoch vor der Kindersitzung die Halle noch kurzfristig durch das nachgeholte Konzert des Landespolizeiorchesters belegt ist. Aber dies verhindert nicht, dass die Kurhalle mit ihrem Piraten-Bühnenbild für einen unvergesslichen Eindruck bei allen Sitzungsbesuchern sorgt. Da konnten Kindersitzung und Kostümsitzung ja nur ein voller Erfolg werden. Und das wurden sie auch. In Presse und Gästebuch werden diese beiden Veranstaltungen hoch gelobt, denn sie stellten ein Erlebnis der besonderen Karibik-Piraten-Sitzungs-Art dar.
Auch der Zeltbetrieb ist in diesem Jahr etwas Besonderes. Zum ersten Mal steht ein Thermozelt auf dem Marienplatz. Bei Schneefall und niedrigen Temperaturen hat es direkt die Bewährungsprobe bestanden. Des Weiteren sorgt zum ersten Mal die Showband 2Old4U im Wechsel mit DJ Nobby für Hochstimmung im Zelt. Alles in Allem ein sehr gelungener Wechsel. Mit Dank und Freude erinnern wir aber auch an die vielen vergangenen Jahre, in denen unsere Showband nice guys für super Festzeltstimmung sorgte. Danke an die Jungs aus der Nordeifel und Holland.
Wir können wieder auf eine erfolgreiche Session zurückblicken, und dies mit Stolz auf die Leistungen des neu gewählten Vorstands und aller aktiven Mitglieder.

November 2012
Der Gardewettstreit des Altkreises Schleiden in Gemünd, Veranstalter war die KG Blau-Weiß Schleiden, wurde nun erstmals durch eine RVD Jury gewertet.
Es konnten zwar nicht alle unsere Gruppen antreten, aber die, welche sich der Jury stellten, gaben uns einen Geschmack darüber, was uns in der kommenden Session erwartet. Dies machte Hunger nach mehr. Vielen Dank allen unseren Gruppen.
An folgenden Samstag 17.11.2012 hatten wir zuerst einen internen Tanznachmittag auf der Bühne des großen Kursaals zu Gemünd. Alle unsere Gruppen nahmen daran teil. Die neu gegründeten Chaos Danzer (Jugendshowtanz) konnten Ihren ersten Auftritt in der Geschichte der KG hinlegen.
Danach. mussten wir leider unser Dreigestirn, Prinz Andreas I „von Schäuchelche und Bäuchelche“, Bauer René I „von Tropfen und Schmalz – Gott erhalt’s“ und Jungfrau Michaela I „von Blasenbalg-Leberdrall“ deproklamieren.  Jungs, Ihr hattet uns eine wunderbare Session bereitet und wir hätten gerne mehr davon.
Leider haben wir für die Session 2012/2013 keine Tollitäten in Gemünd. Dies hindert uns aber nicht, es in der Session so richtig krachen zu lassen.
Nach der Deproklamation wurden von dem RVD noch folgende Ehrungen vorgenommen.
Frank „Präsi“ Michalski wurde für seine 25 jährige Vorstandstätigkeit mit dem Verdienstorden in Gold mit Edelsteinen gehrt. Für über 20 Jahre Vereinsarbeit wurden Silvia Klein und Ottmar Heinrichs mit dem RVD Verdienstorden in Silber geehrt.
Zu feiern gab es aber noch mehr. Unsere Roten Funken blicken nun auf eine 55 jährige Geschichte zurück. Dies wurde zum Anlass genommen, im Orden ein Mariechen mit der 55 auf der Brust zu platzieren. Den Roten Funken wünschen wir hiermit, das es so erfolgreich und mit viel Spaß an der Freud weitergeht.

Mai 2012
Eine Ära ist zu Ende. In der Jahreshauptversammlung stellte sich Frank Michalski, wie angekündigt, nicht mehr für die Wahl zum Präsidenten zur Verfügung.
Präsi, Du hast diesen Verein in Deiner langen Amtszeit geprägt, und unverwechselbar im Schleidener Tal und darüber hinaus dargestellt. Dir dafür an dieser Stelle vielen, vielen Dank.
Auch unsere Schatzmeisterin Manuela „Moele“ Dederichs stellte sich nicht mehr zur Wahl. Auch Ihr an dieser Stelle eine Dank für ihren Einsatz.
Um diese Verluste einigermaßen auszugleichen wurde der Vorstand um 2 Beisitzer erweitert. Das Amt des Präsidenten im Senat wurde durch das Amt des II. Vorsitzenden ersetzt. Neu eingeführt im erweiterten Vorstand wurden die Sitzungspräsidenten, wo Frank Michalski uns neben Silvia Klein und Ottmar Heinrichs weiter erhalten bleibt.

Januar – Februar 2012
Mit einem großen Gefolge aus Volleyballern, Schlawinchen und weiteren Freunden sorgte unser Dreigestirn überall für bombastische Stimmung. Mit ihrem Auftreten und Ihrer Redegewandtheit eroberten die „drei jecken Musketiere“ eine Veranstaltung nach der anderen. Ob es um Termine in der Region oder um Auftritte in Köln bei „Loss mer singe“ oder dem „blauen Montag“ ging, immer stand unser Dreigestirn im Blickpunkt, denn Prinz Andreas, Bauer René und Jungfrau Michaela verstanden es immer wieder, jugendliche Kühnheit mit ausgezeichneten Wortbeiträgen zu vermischen.
Die ausgelöste jecke Begeisterung trug uns wie eine Welle durch die Session und hatte dann ihren Höhepunkt in der Prunksitzung und in den Zügen.

Bei der Prunksitzung gab es noch eine dicke Überraschung für unseren Frank „Präsi“ Michalski. Da dieser leider seine letzte Session als Präsident im geschäftsführenden Vorstand erlebte, traten auf der Sitzung die Glühwürmchen aus Präsis Theater-Parallelwelt auf. Mit einer von der Stunksitzung abgeleiteten „Präsi-Sitzung in 10 Minuten“ waren die Laienschauspieler einer der Höhepunkte einer unvergesslichen Sitzung.
Nach über 25 Jahren, in denen Präsi unseren Verein und seine Sitzungen geprägt hat, ist dies ein herber Verlust. Vielen Dank Präsi, für alles, was Du für diesen Verein geleistet hast.

An dieser Stelle auch noch einmal ein dickes Dankeschön an unser fantastisches Dreigestirn. Jungs, Ihr ward nicht nur jeck, ihr ward sogar dreimol jeck, ne, ihr ward sogar dreimol jeck hoch jeck – wenn dat nit jeck määht

 

November 2011
Da der Gardewettstreit des Altkreises Schleiden in Kall aufgrund zurückhaltender Anmeldungen der Vereine durch den Veranstalter, die „Löstije Bröder Kall“ abgesagt wurde, veranstalteten wir am Sonntag, den 6.11.2011, einen internen Tanznachmittag auf der Bühne des großen Kursaals zu Gemünd. Alle unsere Gruppen nahmen daran teil. Die neu gegründeten Fünkelchen konnten Ihren ersten Auftritt in der Geschichte der KG hinlegen.
Am folgenden Freitag, dem 11.11. mussten wir leider unser Prinzenpaar Christoph und Heike deproklamieren. Aber die Trauer hielt nicht lang. Nach längerer Abstinenz gab es in dieser Session mal wieder ein Dreigestirn statt einem Prinzenpaar. Schon auf der Proklamation zeichnete sich ab, das wir von diesem Dreigestirn, Prinz Andreas I „von Schäuchelche und Bäuchelche“, Bauer René I „von Tropfen und Schmalz – Gott erhalt’s“ und Jungfrau Michaela I „von Blasenbalg-Leberdrall“ . noch einiges erwarten können.

 

Januar – Februar – März 2011
Mit Prinzenpaar und Möppels erleben wir eine der längsten Sessionen des noch so jungen Jahrhunderts. Über 1000 Jecke besuchen uns bei der Standquartiereröffnung Anfang Januar. Die Kindersitzung ist ein voller Erfolg, gleichfalls die Kostüm- und Theatersitzung. Aber auch Abschiedstränen fließen: Manuela Moele Dederichs übergibt nach sechs Jahren die Leitung der Showtanzgruppe an Silvia Klein. Das Männerballett ist Dank Moele und natürlich ihrer „Co“ Gaby Krähe zu einem Dauerrenner der Sitzung und für tanzwütige Jemöngder Männ geworden. Auf dieses Ballett können wir zurecht stolz sein. Fast 15 Jahre haben Martina Konrads und Sandra Nelles die Fünkchen geleitet und betreut. Eine wunderbare Leistung, die durch die Traurigkeit der Kinder und den Wehmut des Vorstands über diese Entscheidung unterstrichen wird. Moele, Martina und Sandra – Danke für Alles, was ihr den Gemündern und den Jecken gegeben habt.
Aus gesundheitlichen Gründen kann unser Kalle Linzenich nicht mehr weiter das Amt des Wagenbauleiters bekleiden. Dieses Amt übernimmt nun Peter Nelles. Kalle – seit über 20 Jahren hält er die Treue zur KG und hat daher ein „dickes Bützchen“ vom Präsi verdient. Wir freuen uns, dich in den kommenden Jahren als Dauergast in unserem Karneval zu erleben.

November 2010
Jetzt ist es passiert. Die KG hat Geburtstag. O.k., das hat sie ja eigentlich jedes Jahr, aber in der kommenden Session wird sie sage und schreibe 55, also 5×11 Jahre alt. Das ist ein Grund zum Feiern, und wie. Mit Christoph (Kammers) I. von Musceta de la Moneta“ und Heike II. „von Papyra Palawia“ hat sich ein mehr als würdiges Prinzenpaar zur Geburtstagsfeier gefunden. Mit ihrem genialen Gefolge, den „Möppels“, präsentieren sie sich selbst aber auch den Gemünder einen unvergesslichen Karneval, in dem mottogetreu „Jeder Jeck ein Treffer“ ist. Tik und Präsi kreieren die Festzeitung, die wie Orden und Sessionslied ein Renner wird.

Februar 2010
Was für eine Session!!!
Jede Veranstaltung war ein Erfolg. Silvis und Ottis Kindersitzung war wieder und diesmal im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur märchenhaft. Die Prunk- und Kostümsitzung mit einem genial verrückten Elferrat setzte völlig neue Maßstäbe bezüglich Stimmung und die Zeltveranstaltungen auf Weiberdonnerstag und am Rosenmontag waren schlichtweg nur Granate! Unser Prinzenpaar Peter III. und Sandra I schwebten auf einer Wolke von höchsten jecken Emotionen und der Gemünder Karneval erlebte wahrlich tolle Tage.

Januar 2010
Der bisherige Gardewettstreit findet in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen ohne Jury statt. Es ist daher ein Gardetreffen ohne Bewertungen der Tänzer und somit ein lockeres Zusammensein. Und trotzdem ist da ein fader Beigeschmack.
Auf der Standquartier-Eröffnung des Altkreises Schleiden in der Turnhalle Vussem erfinden wir den „Aus-einem-Guss-Auftritt“. Alle Tanzlieder, Tuschs und Zwischenstücke sind, eingerahmt durch das aufgeteilte Sessionslied, zusammen auf einer CD aufgenommen, so dass die Präsentation unserer KG in einem festen Zeitrahmen stattfindet.

Februar 2009
Die Sitzungsveranstaltungen sind super gelungen. Silvi und Otti haben mit „Öttesje und Sibyllche“ nun ihre nicht mehr wegzudenkenden jecken Zwillinge geschaffen und nebenbei wieder eine bombige Kindersitzungs-Show präsentiert. Aller Kinder sind von den kultverdächtigen neuen Figuren im Jemöngder Kinderkarneval restlos begeistert.
Gleichfalls glänzt der Elferrat bei der Prunksitzung mit einer Gesangs-Show, in der die „Jux-Brothers“ erfunden werden. Die Sitzung ist wieder ein großer Erfolg.
Beim Besuch der Essener Karnevalsgesellschaft KG „Hahnekopp“ vermischen sich Ruhrpottmentalität mit Eefeler Jeckerei. Zum ersten mal wird auf Karnevalssamstag im Festzelt eine Kinder-Disco angeboten mit Stargast Uwe Reetz, die nur ein Ergebnis hat: Supi – unbedingt im nächsten Jahr wiederholen!!! Fast jeder Gemünder Jeck erlebt resümierend die tollen Tage in Gemünd so: „Ich flieg von Erfolg zu Erfolg, Dank meiner Leistung, die so stark ist, dass deren Anerkennung dafür richtig groß ausfällt. Hoch hinaus möchte ich, spring aber nicht aus dem Rahmen und schwimm auch nicht in Arroganz. Nimm mich so, wie ich bin, denn Toleranz ist ein zu schützendes Gut, das ich mag. Das Ergebnis?: Ich sag´ nur eines – diese Session ist ein einziger schöner Tag!“

November 2008
Mit Kalle I. von „Ruhrpotthahn zu Technowahn“ und Wilma I. von „Keimfrei-Wäschesteif“ steht schon Monate vor Sessionseröffnung fest, wer uns als Tollitäten durch die Session führen wird. Entsprechend locker können die Vorbereitungen mit Orden, Motto und Sessionslied begonnen und abgeschlossen werden, so dass wir mit dem Tanz-TüV und der darauffolgenden Proklamation schon eine tolles jeckes Erlebnis feiern dürfen. Der Besuch bei den Asserbakken und die Einweihung des prinzlichen Standquartiers „Zum lustigen Jerippe“ (Hotelrestaurant Dahmen) rundeten die Novemberveranstaltungen ab.
Bei der Einweihung des „Jerippes“ dürfen wir zum ersten mal Helau rufende Jecke aus dem Ruhrpott, aus der „Boss-Rahn-Stadt“ Essen, kennen lernen. Das Sessionslied „Jeck jelaach met Övverschlaach“ klingt durch alle Gassen!

Mai 2008
Auf der Hauptversammlung werden zwei neue Mitglieder in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Altbekannt und immer dabei, wird Norbert NoeV Müller zum 1. Vorsitzenden der KG gewählt. Das Amt der Schriftführerin bekleidet ab sofort unsere Newcomerin Claudia Chükken Lenzen.

Januar/Februar 2008
In der absolut kurzen Session geht aber so richtig die Post ab. Hein und Hedi sorgen auf jeder Veranstaltung für Bombenstimmung. Getragen auch von dem immer anwesenden Gefolge schweben beide auf den höchsten Wolken des Gemünder Fasteleer. Auch durch die Annektierung der Prinzessin durch die Herhahner als Herhahner Prinzessin, und der damit auch immer in großer Zahl vertretener „Morhahner“, wird der Gemünder Karneval bereichert. In diesem Zusammenhang sei der gemeinsame Tanz der Gemünder und Morhahner Tänzer auf der Gemünder Sitzung erwähnt sowie der Auftritt von Sitzungspräsident Herbert Mey. Die Prunksitzung unter dem Motto „Larry Schrotter und der Orden des Gehtfix“ sieht echte Eulen aus dem Wildgehege Hellenthal. Das Motto-Lied „Spaß däät jood – un jood määt jeck“ wird der absolute Renner. Leider verabschieden sich zwei wohlverdiente Jecke aus unserem geschäftsführenden Vorstand: Vorsitzender Volker VoVo Bläser und Schriftführerin Uschi Kulli Meuser stellen ihre Ämter zur Verfügung. Beide haben über Jahre hinweg mit ihrem Einsatz und ihrem Engagement den Gemünder Karneval geprägt.

Dezember 2007
Am 06. Dezember verstirbt im Alter von 80 Jahren der Gründer unserer KG Rot-Weiß Gemünd, Ehrenpräsident Karl-Heinz Schmitz. Seine unbändige Tatkraft, sein beispielloses Engagement und sein nie erlahmender Wille haben nicht nur dazu geführt, dass im August 1955 in der Gemünder Diehle (heute ist dort das Chinarestaurant von kim Sön) die KG Rot-Weiß Gemünd gegründet wurde, sondern dass die KG über Jahre hinweg bis heute eine fester Bestandteil des Gemünder Gesellschaftslebens war und ist. Unzählige Künstler hat Karl-Heinz nach Gemünd gebracht und somit auch für einen überregionalen Bekanntheitsgrad unserer Kurhausbühne gesorgt. Sein Leben war die KG Rot-Weiß, für die er sich nicht nur ideell  sondern auch materiell eingesetzt hat Von 1955 bis 1980 war Karl-Heinz ununterbrochen Präsident unserer Gesellschaft und erhielt aufgrund seiner herausragenden Verdienste um den Jemöngder Fastelovend den Verdienstorden in Gold des Bundes Deutscher Karneval. Für seine Leistungen sind alle Gemünder, insbesondere die Jecken der KG Rot-Weiß, ewig dankbar. Lieber Karl-Heinz, für Dich ein letztes Alaaf!

November 2007
Leicht verspätete Proklamation unseres neuen Prinzenpaares am Ende des Monats, da dieses extra aus Chile eingeflogen wurden. Nun gut, sie befanden sich dort im Urlaub, aber Mittwochs aus Chile angekommen, Donnerstags den Jetlag bearbeitet, Freitags proklamiert, Samstags nach As. Dies war der Beginn der närrischen Herrschaft von Karl-Heinz Henk alias Prinz Hein I. von „Sattelfest zu Leberpump“ mit seiner Hedwig alias Prinzessin Hedi I von „vill-jeschwaad-un-drek´-jemaat“. Es zeichnet sich bereits früh ab, dass beide beileibe nicht auf den Mund gefallen sind und dass uns noch so einige Überraschungen in dieser Session bevorstehen. Auf der Sitzung in As greift der Prinz dem dortigen Elferrat in einer ungewollten Sitzungspause unter die Arme, nachdem der Präsi schon sein Pulver verschossen hat, und rettet somit die Stimmung.

Januar/Februar 2007
Mal wieder ein Jahr ohne eigene Tollitäten, was der Stimmung aber keinen  Abbruch tut. Und es ist eine Session der Abschiede: Ottmar Otti Heinrichs verabschiedet sich als aktiver Tänzer der Roten Funken. Er wird als Generalmajor jedoch weiterhin die Standarte unserer Traditions-Garde vorantragen. Ebenso hängt Major Hartwig Hardi Hartwiga Heinrichs seine Tanzstiefel an den Nagel. Wolfgang Breuer hat bereits ein Jahr vorher seine tänzerische Laufbahn beendet, so dass die Roten Funken von nun an „unbemannt“ durch die Weiten des Tanzraumes schweben müssen. Nach nahezu zwei Jahrzehnten tritt ebenso Kerstin Döhler als Leiterin der Roten Funken zurück und überlässt das Kommando Karolin Karo Kammers und Janina Jana Meuser. Mit Otti, Hardi, Wolfgang und Kerstin gehören nun herrliche Karnevalsjahre in Gemünd der Vergangenheit an. Aber: Otti bleibt Sitzungspräsident der Kindersitzung und tanzt in der Maxi-Show weiter, Wolfgang tanzt ebenso in der Maxi-Show weiter und Hardi siedelt über zum Männerballett. Kersti leitet die Funkengarde als Aufbaugarde der Roten Funken weiter – niemals geht man so ganz.

November 2006
Trübe Stimmung bei den Jecken. Kein Prinzenpaar in Sicht und der 11.11. fällt auch noch auf einen Samstag. Also wird kurzerhand ein neues Fest aus der Taufe gehoben – der Tanz-TüV(TüV = Tänzer überraschen Vorstand). Trotz beengter Verhältnisse bei Werner „Ismann“ Dahmen wird es eine gelungene Veranstaltung. Eine Woche später wird die neue prinzenlose Session amtlich.

Januar/Februar 2006
Zum ersten Mal in der Geschichte der KG darf die KG an dem Prinzenempfang der Landtagspräsidentin in Düsseldorf teilnehmen. Der für unseren Bereich zuständige Landtagsabgeordnete Rolf Seel begrüßt uns genauso herzlich wie unser Eifeler politisches Urgestein im Landrat und heimlicher Fan der KG Rot-Weiß Gemünd MdL Clemens Pick aus Marmagen. Unseren Tollitäten Karl-Heinz II. und Margret I. wird etwas außergewöhnliches geboten. Nach Betrachtung etlicher Darbietungen, mitleidigen Blicken für alle Altbier-Trinker sowie einem smaltalk mit unserem Innenminister Dr. Ingo Wolf verlassen wir wieder die Diaspora des rheinischen Karnevals und widmen uns unserem schönen heimatlichen Fasteleer.
Und noch ein Hammer. Mit ihren neuen Trainerin Manuela Dederichs gewinnt unsere Maxi-Show zum vierten mal hintereinander den Gardewettstreit im Altkreis Schleiden – und wieder mit Tageshöchstwertung. Eine unvergleichliche Leistung dieser Truppe, die diese Leistung auch für ihren Mittänzer Markus Schäfer gebracht hat, der im September 2005 nach einem schweren Unfall monatelang im Krankenhaus verbracht hat. Das waren die besten Genesungswünsche, denen wir uns von Herzen angeschlossen haben!

November 2005
Mit dem Prinzenpaar Karl-Heinz II. „von-jeck-und-kess-zu-Herkules“ (Linzenich) und Margret I. „von-Spritz-zack-en-de-Back“ (Greuel) wird zum ersten mal in der KG-Geschichte ein Paar zu Tollitäten gekürt, das im wahren Leben kein gemeinsames Paar bildet. Dank der Toleranz und der beispiellosen Unterstützung von Lebenspartnerin Uschi Bleker (Ministerin „Euro-Uschi“) und Ehemann Friedhelm Greuel (Minster „Fahrfried“) laufen Karl-Heinz und Margret zur Hochform auf und erfreuen die Gemünder mit „tierisch jood – Musik em Bloot“.

April 2005
Die KG Rot-Weiß geht online. Mit der Homepage www.kg-rotweiss-gemuend.de werden die Wünsche der Mitglieder nach einer Internet-Präsenz erfüllt. Unter der Leitung von Vorstandsmitglied Michael Hartmann und mit Unterstützung einiger Mitglieder füllen sich die Seiten in den kommenden Monaten prächtig. Stets aktuell und immer wieder mit netten Histörchen gefüllt, ist die KG ein gern gesehener Gast im word wide web.

 

Januar 2005
Wieder sucht ein Gemünder Tanzerfolg seines gleichen. Unsere große Showtanzgruppe, die „Maxi-Show“, wird beim Gardewettstreit im Altkreis Schleiden zum dritten mal in Folge Sieger mit der jeweiligen Tageshöchstwertung aller Tanzgruppen. Dies ist auch der letzte Auftritt für Trainerin Ute Born, die im Sommer 2005 die Leitung der Gruppe an Manuela Dederichs abgibt. Soviel sei schon mal verraten: Im Frühling wird Ute zum zweiten mal Mama und widmet sich nunmehr ganz der Familien. Mit einem zukünftigen Glückwunsch zur Geburt denken wir gerne und oft an Utes fantastische Tanzleistungen und an ihren Verdienst für den Gemünder Karneval zurück.

November 2004
Nach Hermann I. „von Siebierbringen“ und Heike I. „von Nurwurschmirhan“ wird mit Volker I. „von Reit-dein-bike“ und Uschi II. „von Pulsschlag-Bündelnerv“ wieder ein Traum-Prinzenpaar proklamiert. Das Motto „Alaaf Effendi – jeck es trendy“ wird Dank seinem ständigen Gebrauch als Begrüßungsworte und Dank des Ohrwurm-Sessionsliedes weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

November 2002
Ewald und Erika werden aus ihrem Prinzenamt verabschiedet. Ein neues Prinzenpaar ist nicht in Sicht. Da meldet sich während der Veranstaltung Josef Merzenich. Kurz entschlossen wird er zum ersten „last-minute-Prinz“ der KG gekürt. Dass Ehefrau und Prinzessin Uschi I. von den Socken ist, braucht nicht erwähnt zu werden. In der Kürze können keine Beinamen für das Prinzenpaar gefunden werden. Erst später erhält Prinz Jupp I. seinen Beinamen „von Fünf-vor-Zwölf“.

Februar 2002
Einmalig kann man es bezeichnen. Bei der Prunksitzung der KG macht Major Hartwig Heinrichs (ehemals die Hartwiga I.) seinem Mariechen Dagmar Greuel einen Heiratsantrag.

November 2001
Mit dem Prinzenpaar Ewald I. „von Knips und Blitz“ und Prinzessin Erika I. „von Anästhesia“ feiert die KG 4 x 11 Jahre der Roten Funken. Bei der Proklamation werden alle ehemaligen Tänzerinnen und Tänzer eingeladen. Fast 100 kommen und erleben ein unvergessliches Fest in der Kurhalle.

November 2000
Wieder mal kein Prinz. Den KG-Jecken ist es trotzdem „driss ejal“ und sie feiern eine tolle Session. Das neue Sessionslied „Maat keene Zirkus – fiert Fastelovend“ wird schnell ein Ohrwurm.

März 2000
Wieder ein Abschied. Die Haus- und Hofband der KG, nämlich „Breakpoint“, verabschiedet sich von den Bühnen der Eifel. Am Rosenmontag starten sie ihren allerletzten „Gig“ im Festzelt. Um Mitternacht spielt Präsi für die sechs Musiker das selbst komponierte und getextete und vor allem ergreifende Abschiedslied „Maat et jood“. Zig Fans von „Breakpoint“ liegen sich mit Tränen in den Augen in den Armen und intonieren somit die neue „Abschiedshymne“ der KG, die zukünftig bei allen besonderen Verabschiedungen gespielt wird.

Februar 2000
Mit einer bombastischen Prunk- und Mottositzung erreicht die Jubiläumsfeier einen ihrer Höhepunkte. Leider verabschiedet sich mit dieser Sitzung auch die 1993 gegründete Mädchengarde, die acht Jahre lang in fast unveränderter Besetzung das jecke Publikum begeistern konnte.

November 1999
Die KG beginnt mit den Feierlichkeiten zu ihrem 4×11 jährigem Jubiläum. Start ist die Proklamation des dritten Dreigestirns in der Vereinsgeschichte: Prinz Peter II. „von Thermostatos“ , Bauer Norbert I. „von Gut Gerstenschluck“ und Jungfrau Jürgine I. „von Klarlack-Lasurien“.
Pünktlich zum 44-jährigem Jubiläum präsentiert Frank Michalski eine CD mit allen bisherigen Gemünder Sessionsliedern. Die CD „Präsis 1+1=11“ ist heiß begehrt und ertönt bald in allen jecken Ecken Gemünds.

März 1999
Hartwiga I. von Flötenripp wird per Abstimmung im Schleidener Wochenspiegel zur schönsten Jungfrau der Session im Altkreis Schleiden gekürt. Zusammen mit Partnerin Dagmar Greuel besucht sie (er) die Weltklasse-Tanzshow „Lord of the dance“.

November 1998
Die KG proklamiert zum Beginn ihrer beiden Jubiläumsjahre mit Ottmar I., Lothar I. und Hartwiga I. das zweite Dreigestirn. Diesem Dreigestirn folgt ein Jahr später ein weiteres in Peter II., Norbert I. und Jürgine I.. Mit diesen sechs Super-Karnevalisten feiert die KG ein würdiges 44-er-Jubiläum.
Mit dem zweiten Dreigestirn in der Geschichte der KG (Otti, Lothar und Hartwiga) werden zum ersten mal die Beinamen den Tollitäten vergeben.. Ottmar heißt „von Möwenlach“, Lothar „von pentium de la potentia“ und Hartwiga „von Flötenripp“. Von nun an werden Beinamen allen folgenden Tollitäten erteilt.

Karneval 1997
Die Anlieger des Marienplatzes opponieren gegen das Festzelt. Angeführt von Rechtsanwalt Peter Braun beschwert sich eine 17-köpfige Gruppierung gegen den Lärm auf Karneval. In der Öffentlichkeit wird das Thema zum Brennpunkt. Viele Gemünder stellen sich in Leserbriefen auf die Seite der Karnevalisten. Die Zukunft des Festzeltes ist stark bedroht. Zum Schluss ist alles halb so wild. Die Karnevalisten setzen sich durch. Und die 17-köpfige Beschwerdeschar reduziert sich auf eine Person. Alle anderen hatten von den Aktivitäten des Anwalts keine Ahnung gehabt. Freundschaftlich werden Anlieger und Anwalt zu den Festzeltveranstaltungen eingeladen. Alle kommen – bis auf zwei! In der Sitzung 1997 tritt der Elferrat zum ersten mal verkleidet (Motto: Mafiosi) auf. Dies ist die Geburtsstunde des neuen Gemünder Elferrates und der Gemünder Motto-Sitzung. In den folgenden Jahren wird die neue Art der Gemünder Prunksitzung weiter verfeinert und in Bühnenbild sowie in Ausstaffierung und Schauspiel des Elferrates fast schon professionell.

November 1995
Ein dramatisches Kapitel zeichnet sich ab. Statt eines Prinzen proklamiert die KG eine Pappfigur: Nämlich “Seine Exzellenz Nepujeck I.”. Auf einem tragbaren Sitz thront die zwei Meter große Comic-Figur aus dem gleichnamigen Sessions-Heft und sorgt für geteilte Meinungen nicht nur beim Karnevals-Publikums in der Region sondern auch innerhalb der KG.

Januar 1994
Neue Sterne am Solotanz-Himmel. Junioren-Mariechen Susanne Ammon tanzt ihre Premiere so gut, dass sie den Gardewettstreit des Altkreises Schleiden gewinnt. In den Folgejahren bleibt Susanne die ungeschlagene Königin der Solomariechen. Etwas Sensationelles bleibt weiterhin der Gemünder KG vorenthalten. Das erste Synchron-Mariechen-Tnazpaar im Rheinland feiert ebenfalls Premiere. Ute Thelen und Silvia Lennartz beherrschen ihren Tanz, der synchron und spiegelverkehrt dem Publikum präsentiert wird, so gut, dass sich andere Karnevalsgesellschaften um die beiden Vorzeige-Mariechen bald reißen werden.

Februar 1993
Drei verdiente Gemünder Karnevalisten der “Neuzeit” erhalten die silberne Verdienstnadel des Regionalverbandes Düren: Dieter Weimbs, Frank Michalski und Jürgen Paul. Mit dem ersten Auftritt des Seniorentanzpaares Anja Lieske und Ottmar Heinrichs eröffnet die KG ihre Abteilung Solotanzsport. Gertrud Kaiser und Uschi Meuser präsentieren zum ersten mal mit überwältigendem Erfolg den Jugendshowtanzcorps der KG.

November 1993
Nach achtjähriger prinzenloser Zeit feiern die Gemünder mit Rudi I. (Larres) und Marlies I. wieder ein Prinzenpaar. Aus lauter Freude darüber textet und komponiert Präsi ein Sessionslied, was in den Folgejahren fortgesetzt wird und sein Ergebnis in der 1999 erscheinenden CD wieder findet. Des weiteren zeichnet sich Präsi für die Erstellung des KG-Sessions-Heftes “Nepujeck” verantwortlich. Die von ihm entworfene Comic-Figur “Nepujeck” wird bald eine heiß diskutierte Rolle spielen.

Juni 1992
Die Showtanzgruppe feiert einen großartigen Erfolg beim Treffen der G´münder in Europa in Gmünda-Sesslach. Die Formation wiederholt diesen Erfolg 1994 bei 10. Treffen in Schwäbisch-Gmünd und ebnet den Weg der KG als Mitglied dieser internationalen Vereinigung. 1996 in Gmünd/Kärnten begeistern dann unsere Solotänzer Europas Gemünder.

November 1991
Mit der Karnevalsgesellschaft “Asserbaken” aus dem limburgischen As in Belgien geht die KG eine brüderliche Verbindung ein. Unter Anwesenheit beider Bürgermeister feiert man in As die Brudergesellschaften. Noch heute besuchen die Karnevalisten sich gegenseitig bei den Veranstaltungen und haben viel jecken Spaß beim internationalen Erfahrungsaustausch.

Karneval 1990
Unter der Leitung von Peter Krauser bildet sich die Showtanzgruppe für lateinamerikanischen Formationstanz. In den Folgejahren sind sie mit ihrer etwas anderen Karnevalsdarbietung ein Zeichen für die ständige Innovation im Gemünder Karneval. Die Jahre 1990 und 1991 bringen herbe ideelle und finanzielle Verluste. Der Sturm “Wiebke” und ein Jahr später der “Golf-Krieg” veranlassen, verschiedene Zeltveranstaltungen und zwei Rosenmontagszüge ausfallen zu lassen.

Karneval 1989
Zum zweiten Mal steht ein Festzelt auf dem Marienplatz. Diesmal jedoch nicht, weil die nunmehr in Kurhalle umgetaufte Stadthalle umgebaut wird, sondern weil der kämpferische Vorstand den Erfolg und Fortbestand der Tanzveranstaltungen auf Weiberdonnerstag, Karnevalssamstag und Rosenmontag weiterhin den Gemündern garantieren möchte. Einige schwere Geburtswehen mit dem damaligen Stadtdirektor Pixa sind durchzustehen. Aber die Geduld wird belohnt. Das Festzelt auf dem Marienplatz wird auf Dauer genehmigt und ist heute eine der großen Attraktionen im Eifeler Karneval.

Karneval 1988
Die Tanzgarde der KG erhält ihren heutigen Namen “Rote Funken”. Ein Jahr später tragen die Mariechen ihr heutiges Erkennungsmerkmal – die blonden Zopfperücken.

November 1985
Die KG feiert ihr 30-jähriges Bestehen und wartet wieder mit einer Premiere auf. Mit Prinz Frank I. (Michalski), Bauer Paule I. (Jürgen Paul) und Jungfrau Dietlinde I. (Dieter Weimbs) regiert zum ersten Mal ein Dreigestirn in der Kurstadt. Als ob die drei Tollitäten nicht genug Karneval feiern können, leiten sie in den beiden Folgejahren als Präsident, Vorsitzender und Literat den Generationswechsel und Strukturwandel der KG ein.

Februar 1982
Ein etwas trauriges Kapitel. Der ehemalige Kinderspielmannszug, nunmehr zu einem Trompetencorps herangewachsen, löst sich auf. Nach Johann Abel übernahm Rudi Heindl und darauf bis zur Auflösung Dietmar Krumpen die Leitung des Zuges, der zuletzt zwar auf nur 12 Mitglieder geschrumpft ist, aber dafür einen fetzigen Sound rüber bringt.

Sommer 1980
Die KG feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Zum Silberjubiläum präsentiert sich ebenfalls ein großer Umzug in der Stadt und feiert einen ausgiebigen Sommerkarneval. In einem Festkommers ehrt die KG ihren Präsidenten. Karl-Heinz Schmitz gibt nach 25-jähriger ununterbrochener Tätigkeit sein Amt als Präsident auf. Für seine hervorragenden Leistungen erhält er den goldenen Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval, die höchste Auszeichnung für einen Karnevalisten in Deutschland.

Karneval 1978
Aufgrund des Umbaus der Stadthalle sind die Karnevalisten “gezwungen”, ihre Veranstaltungen in einem Festzelt auf dem Marienplatz auszurichten. Trotz der erheblichen technischen Anforderungen laufen die Veranstaltungen reibungslos über die Bühne. Die satten Gewinne aus dem Festzelt lässt bei den Gemünder Karnevalisten erstmalig den Wunsch gedeihen, ständig im Karneval ein Festzelt auf dem Marienplatz aufzustellen.

Januar 1974
Die Standarte der KG Rot-Weiß Gemünd, angefertigt von Ursula Janster unter Mithilfe der Damentanzgarde der KG, wird feierlich eingeweiht. Noch heute führt sie die Gemünder Jecken durch alle Wirren des Eifelers und heimatlichen Karnevals.

Februar 1973
Und noch eine Premiere: Ebenfalls zum ersten Mal in der rot-weißen Vereinsgeschichte rollt ein Rosenmontagszug durch die Straßen Gemünds.

Januar 1973
Die KG Rot-Weiß Gemünd präsentiert zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte mit Helmut I. (Zimmer) und Ehefrau Christel ein Prinzenpaar. Nach 60 Jahren regiert nun wieder eine karnevalistische Tollität in der Kurstadt. In der Proklamationssitzung treten die Damen des Elferrates erstmalig auf. Die Geburtsstunde der Damen-Tanzgarde.

Oktober 1971
Nach dreimonatiger Übungsphase präsentiert sich beim Kirmesumzug in Gemünd zum ersten Mal der neu gegründete Kinderspielmannszug unter der Leitung von  Johann Abel der Bevölkerung. Nahezu 50 Kinder begeistern die Zuschauer. Mit dabei: ein kleiner Junge namens Frank Michalski.

August 1971
Die Geburt eines Schlagersterns am Gemünder Karnevalshimmel. Monika Samans (heute Göbbel) tritt zum erstenmal mit einem grandiosen Erfolg (das Publikum klatscht minutenlang Beifall) auf die Bühne. Beim Kurkonzert treten zum erstenmal zwei Kindergarden der KG mit insgesamt 28 Mädchen auf. Die Geburtsstunde des Jugendtanzsportes in Gemünd

Sommer 1970
In einem großen Umzug feiert die KG Rot-Weiß das 100-jährige Bestehen des Gemünder Karnevals. Tausende von Zuschauern an den Straßenrändern feiern den Gemünder Karneval.

August 1968
Zur Überraschung des Publikums tritt beim Bunten Abend der KG in der Stadthalle die neu formierte und neu uniformierte Tanzgarde unter der Leitung von  Irene Damberg auf. Auch nennt sich die Tanzgarde ab dieser Zeit “Kurspatzen”. Kurze Zeit später übernimmt unser Ehrenmitglied Willi Janster mit Ehefrau Ursula für viele Jahre erfolgreich die Leitung der Garde.

Februar 1962
Die “Ziehmutter” und Mitbegründerin der Gemünder Tanzgarde, Lieselotte Stark (später Möhrer), verabschiedet sich von der karnevalistischen Bühne. Danke, Lieselotte!

Januar 1961
Die Tanzgarde tritt auf der Sitzung mit einem Texas-Tanz auf, zu dem Heinz Dembski live singt. Mit dieser Darbietung gewinnen die Gardemädels ettliche erste Preise im Köln-Düren-Aachener Raum. Jupp Dohlen spielt mit dem Dohlen-Quartett einen speziell auf Gemünd komponierten Karnevalswalzer.

 

Die ersten jecken rot-weißen Jahre in Gemünd
von Karl-Heinz Schmitz und Frank Michalski

 

September 1959
Das Tambourcorps Gemünd wird von der KG Rot-Weiß Gemünd übernommen. Tambourmajor damals – unser heutiges Ehrenmitglied Peter Harth.

Januar 1959
Die erste Kindersitzung am 30.01.59 wird ein grandioser Erfolg. Nahezu 600 Menschen, davon über 2/3 Kinder, erfreuen sich an einem wundervollen Programm der Gemünder Jecken.

02.01.1958
Die KG wird Mitglied im Bund Deutscher Karneval.

09.11.1957
In der ersten großen Sitzung der neuen Session schießt die neue Funkengarde (heute die Roten Funken) mit Funkenmariechen Margarete Michels und Funkenmajor Hubert Henn den Vogel des Abends ab. Auch Hermann-Josef Noe als “Rekrut Hase” gibt ein klasse Debüt als Büttenredner.

10.08.1957
In der Generalversammlung wird die Aufnahme in den Bund Deutscher Karneval beschlossen. Frau Remlinger wird erste Trainerin der neuen Funkengarde.

23.03.1957
Die Jahreshauptversammlung muss mit 30 Minuten Verspätung beginnen, da einige Mitglieder sich verspätet haben. Ein Umstand, der sich bis heute wie ein roten Faden durch die KG zieht. In dieser Versammlung wird Karl-Heinz Schmitz als Präsident wiedergewählt. Senatspräsident und damit der erste I. Vorsitzende der KG wird Peter Kehren. Schatzmeister und Nachfolger von Manfred Remlinger wird für viele Jahre Peter Fink. Schriftführer und damit Nachfolger von Julius Haeussler wird Georg Müller. Willi Poth wird zum Ehrenpräsidenten ernannt. Er ist nun gleichzeitig Ehrenvorsitzender und Ehrenpräsident. Die Aufstellung einer Funkengarde wird diskutiert und kurze Zeit später auch umgesetzt. Die Gemünder Tanzgarde, die „Mutter“ der heutigen „Roten Funken“, ist geboren!

02.03.1957
Die zweite große Sitzung in der Stadthalle stellt alles bisher da gewesene in den Schatten. Folgende Kräfte sorgten für ein einmaliges Erlebnis: Manfred Sistig, “Die 5 Mösche” (Männerquintett), Manfred Remlinger, Hans Oedekerken, Peter Kehren, “Die 4 Gemünder Damen“ (Damenquartett), Karl-Heinz Schmitz, Günter Junkersdorf sowie die KG Kesternich mit ihrem Trommler- und Funkencorps.

23.02.1957
Die KG unterstützt die Kaller Jecken und gestaltet eine komplette Sitzung in Eigenregie im Gasthof Papen in Kall.

05.01.1957
Die erste große Sitzung startet in der neu erbauten Gemünder Stadthalle. Folgende Gemünder Karnevalisten gestalten das Programm: Josef Müller, Peter Kehren, Walter Neutzerling, Manfred Remlinger, Manfred Sistig, Julius Haeussler, Dieter Saurbier, Heinrich Poschen und Karl-Heinz Schmitz. Die Karnevalisten sind vor allem mit sich selber noch nicht ganz zufrieden. Das sollte sich aber ändern.

01.01.1957
Margarete Michels wird als Ehrenmitglied in die KG aufgenommen. Da es gemäß der Satzung den Damen noch nicht erlaubt ist, der KG beizutreten, andererseits Margarete Michels als Funkemariechen auftritt, bekennen sich die Gemünder Karnevalsfunktionäre zu dieser Lösung. In späteren Jahren wurde Margarete ordentliches Mitglied, nachdem auch Damen als Mitglied zugelassen wurden. Um die finanzielle Lage, verursacht durch die Absage der Veranstaltung am 10.11.1956, zu verbessern, führt die KG eine kleine erfolgreiche Sitzung im Gasthof von Willi Poth durch.

November 1956
Wegen dem Volksaufstand in Ungarn werden bis Sylvester alle Karnevalsveranstaltungen abgesagt. So auch die für den 10.11.1956 geplante Sitzung der KG Rot-Weiß.

September 1956
In Gemünd wird ein Heimatfilm gedreht, an dessen Gestaltung die KG teilnehmen soll. Also werden schnellsten Komitee-Mützen besorgt, da der erste große Auftritt der KG in der Öffentlichkeit  (und dann gleich mit fernsehen) ansteht. Was aus dem Film geworden ist, ist uns leider nicht bekannt.

Karneval im Winter 1956
Am 10.01.1956 wird die KG ins Vereinsregister des Amtsgerichtes eingetragen und somit richtig “offiziell”. Julius Haeussler tritt am 21.01.1955 der KG bei und wird zum Schriftführer und Chronisten ernannt. Am Karnevalssonntag, dem 12.02.1956, wird bereits die erste Sitzung im übervollen Gemünder Hof abgehalten. Wirt Willi Poth zahlt für jeden Auftritt 5,00 DM in die Vereinskasse. Im Programm treten auf: Manfred Sistig, Karl-Heinz Schmitz, Wolfgang Langen, Manfred Remlinger, Günter Junkersdorf

August 1955
Heribert Dahmen findet die notwendige Anzahl an Personen Und schon sitzen sieben Herren in der Gaststätte “Gemünder Hof” (heute China-Restaurant Kim Sön) und gründen unsere KG Rot-Weiß Gemünd. Diese Herren heißen: Karl-Heinz Schmitz (der zum Vorsitzenden und Präsidenten gewählt wird), Manfred Remlinger (Kassenführer), Günter Junkersdorf, Heribert Dahmen, Manfred Sistig, Wolfgang Langen und Wirt Willi Poth, der gleich zum Ehrenvorsitzenden der KG ernannt wird. Damit ist der Grundstein der KG im August 1955 gelegt.

Frühling 1955
Daraus entwickelt Karl-Heinz das Bestreben, alsbald eine Karnevalsgesellschaft in Gemünd zu gründen. Da er jedoch zugezogen ist, kennt er noch nicht sehr viele Gemünder. Über diesen Missstand spricht er mit dem Sangesbruder Heribert Dahmen in der Gaststätte Schwind (heute finden wir dort die Büros der Kölnischen Rundschau).

Winter 1955
Karl-Heinz Schmitz tritt unmittelbar nach seinem Zuzug dem MGV als Sangesbruder bei und geht beim Karnevalsabend des MGV im Januar 1955 bereits dreimal in die Bütt.

September 1954
Karl Heinz Schmitz und Ehefrau Irmgard ziehen nach Gemünd. Karl-Heinz stellt fest, dass es in der Kurstadt keinen Karnevalsverein gibt. Erste Gründungsversuche im Jahre 1950 waren seinerzeit gescheitert. So führt lediglich der Männergesangsverein Gemünd unter der Sitzungsleitung vom MGV-Vorsitzenden Karl Kaufmann eine kleinere karnevalistische Veranstaltung im Saal Pilger durch.

1950
Jahrelang tut sich nicht Aufsehen erregendes im Gemünder Karneval. Erst fünf Jahre nach dem II. Weltkrieg versuchen zwei Gemünder Bürger unter dem Synonym “Peter und Paul” (Peter Fink und Paul Schockert), eine Karnevalsgesellschaft zu gründen. Leider sind die Bemühungen vergeblich. Aber fünf Jahre später ist es dann soweit: Die KG Rot-Weiß Gemünd wird geboren.

 

Vergangenes aus 180 Jahren des Gemünder Karnevals und                  über 50 Jahren der KG Rot-Weiß Gemünd

Was war vor den rot-weißen Jahren
von Frank Michalski

Aufschlüsse hierüber gibt u.a. das Tagebuch von Oberlandesgerichtsrat Leopold Kauhlen. Seine Niederschriften beleuchten besonders die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

1912 – 1914
Die Karnevalsgesellschaft “De Männ” sind besonders rührig bei Karnevalsveranstaltungen, die regelmäßig im Gasthof von Müllers Schäng oder im Gasthof Pilger stattfinden. Präsident ist zu dieser Zeit Emil Champier. Durch den Kriegsausbruch bedingt, löst sich im Jahre 1914 die Karnevalsgesellschaft wieder auf.

1907
In diesem Jahr gründet sich die Karnevalsgesellschaft “De Männ”. Sitzungen werden im Hotel Bungart veranstaltet. Der Rosenmontagszug zieht wieder durch die Straßen der Stadt. Der Karnevalsprinz ist Druckereibesitzer Wilhelm Lenz. Der Zug steht sogar unter einem politischen Motto, welches jedoch nicht mehr bekannt ist. Alle Gemünder Vereine sind an dem Zug beteiligt. Besonders wird der Wagen des Männergesangsvereins beachtet, der in satirischer Form den Verkauf und die Übergabe der Gemünder elektrischen Kraftzentrale an die Kreisenergieversorgung aufzeigt.

1882
Durch das Verbot des Bürgermeisters Kleinen aber auch besonders durch den Wegzug von Fabrikant Hugo Poensgen nach Düsseldorf wird es sehr still um den Gemünder Karneval. Ab und an finden zu Karneval gesellige Veranstaltungen oder Sitzungen statt.
1881
Der erste Karnevalszug geht durch Gemünd. Gemünder Jungen bauten vier Wagen. Die Karnevalsgesellschaft hält einen Ball im Hotel Fischenich ab. Wegen anzüglicher Bemerkungen im Karnevalszug werden durch Bürgermeister Kleinen zukünftige Karnevalsumzüge verboten.

1874
Die heute auf Kirmes gespielte “Frankfurter Messe” wird erstmals am Rosenmontag eingeführt. Die Ausspielung erfolgt im Hotel Günther. Hier wird auf Rosenmontag bis tief in die Nacht hinein gezecht und gespielt. Aus Kauhlens Tagebuch: “Josef Drügg gewann 62 Taler, meist von Geometer Danz und von Hugo Poensgen”.

1867
Gemünder Herren haben im Februar offiziell eine Karnevalsgesellschaft gegründet. Anregung hierzu gibt der junge Fabrikant Hugo Poensgen aus Mauel. Somit ist 1867 das offizielle Geburtsjahr des Gemünder Karnevals in Bezug auf Vereinsgründung zur Pflege und Erhaltung des fastnachtlichen Brauchtums.

1825
In Gemünd und vielen anderen Orten der Eifel wird als Auftakt der närrischen Fastnachtstage die Weiberfastnacht mit großer Fröhlichkeit gefeiert. Was bis in die heutige Zeit fortgesetzt wird. Damals vor 175 Jahren kennt man auf dem Lande noch keine teuren Maskenbälle. Nur einmal im Jahr verkleidet man sich auf Weiberfastnacht mit allen Schikanen als Möhnen, um ja nicht erkannt zu werden.

Vergangenes aus 180 Jahren des Gemünder Karnevals und über 50 Jahren der KG Rot-Weiß Gemünd

Was war vor den rot-weißen Jahren
von Frank Michalski

Aufschlüsse hierüber gibt u.a. das Tagebuch von Oberlandesgerichtsrat Leopold Kauhlen. Seine Niederschriften beleuchten besonders die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Soweit die Entstehung unserer KG in kurzen Zeitabschnitten. Unser KG-Mitglied Gisela Lennartz hat es sich nicht nehmen lassen, die Vereinsgeschichte, insbesondere die Geschichte des Vereinsgründers und unseres Ehrenpräsidenten Karl-Heinz Schmitz, in Reime zu fassen. Die wundervolle Arbeit wollen wir natürlich auch mit einem herzlichen Dank an Gisela Lennartz hier präsentieren.

 

Für die KG Rot-Weiß Gemünd
Ein gereimter Vortrag von Gisela Lennartz

 

Vor 40 Jahren und noch mehr,
da kam der Karl-Heinz Schmitz hierher.
Er war ein echter Kölsche Jung,
bracht´ hier den Karmeval in Schwung.
Als kleiner Fetz, der sehr beliebt,
hat er den Fasteleer schon geübt.
Er ging mit seinem Vater in die Bütt,
bekam sehr viel von den „Mööemer Jonge“ mit.Zunächst ging jedoch sein Leben weiter,
mit Schule, Beruf und Karriereleiter.
Auch durch den Krieg im Laufe der Zeit
geriet der Karneval in Vergessenheit.
Doch nicht für immer. Es ist belegt,
er wurde nur auf Eis gelegt.
Aber als Karl-Heinz kam in die Eifel,
hatte er zunächst hier seine Zweifel.
Seine Papa schubste in hinein,
bald sollt´ in Strempt Präsident er sein.Von Strempt zog nach Gemünd er um,
hier gab es wenig Karneval, wie dumm.
Im ersten Jahr sah er Karneval in Gemünd
auf der Straß´ kein einzig maskiertes Kind.
Und Karl-Heinz, er dachte dann,
wie stelle ich es am Besten an,
den Karmeval hier public zu machen,
ich will doch, daß die Leute lachen.Durch Zufall kam es dann heraus,
es gab Karneval nur in einem Haus.
Im Saal Pilger denierte der Männergesangsverein,
als Sangesbruder trat Karl-Heinz dort ein.
Die Sitzung war von Gemündern gut besucht
obwohl man damals noch nicht so gut betucht.
Gleich dreimal ging Karl-Heinz in die Bütt
und gestaltet so das Sitzungsprogramm mit.Im weiteren Verlauf fand er dann
in Heribert Dahmen einen Mann,
der ihm unterbreitete einen Plan,
trug ihm die Gründung einer K.G. an.Karl-Heinz war begeistert von dieser Idee,
doch kannte er hier keine Leute, oh weh.
Aber mit Hilfe von Heribert Dahmen,
fand man schließlich genügend Namen.Sitzungen für Kinder und für Senioren,
wurden unter seiner Regie geboren.
Mit seiner Irmgard, das ist kein Witz,
gab´s auch mal den Prinzen Karl-Heinz Schmitz.Im Laufe der Zeit kamen im Nu
viele neue Mitglieder hinzu.
Die Frauen der Gesellschaft machten öfter mit,
bereicherten den Karneval mit so manchem Hit,
als Zigeuner oder Spanier im Sitzungsprogramm,
und Ursula Janster führte sie meist an.
Auch die kleinsten zahlten ihren Tribut,
als Schlümpfe machten sie sich besonders gut.
Im August 55 war es dann soweit,
in Willi Poth´s Diele trafen sich sieben Leut.
Der Wirt nahm den Ehrenvorsitz an,
Vorsitzender, Kassenführer, Schriftführer
traten auch an. So kam man überein:
Am 10.01.56 gründete man den Verein.Doch des einen Freud ist des anderen Leid,
es unterstützten sie wirklich nicht alle Leut.
Vor allem Bürgermeister und der Pastor,
die schoben dem einen Riegel vor.
Um die freizügige Kleidung der Funken-
Mariechen gab es manche Schlacht,
und vor der ersten Kindersitzung hielt
Dechant Dr. Heizer sogar eine Sühneandacht.Jedoch die Sachen, die verboten,
haben besondere Anziehungskraft
Dies hat die 1. Kindersitzung mit den Quoten
Von 600 Besuchern mit Leichtigkeit geschafft.Doch ging es hier wie überall,
Geld regiert den Karneval.Aber es fanden sich viele Sponsoren,
Geschäftsleute haben sich engagiert,
sogar die Schulden wurden eingefroren,
Spenden haben Veranstaltungen finanziert.Unsere erste schmucke Damentanzgarde
die schon aus neun Mariechen bestand
War der Clou der 1. Prunksitzung
Margarete Michels und Hubert Henn
tanzten bald Hand in Hand.Der Höhepunkt eigentlich in jedem Jahr
der Zug durch den Ort am Rosenmontag war.
1973 ging der erste Zug durch Gemünd,
Helmut und Christel die ersten Tollitäten sind.Dann wurde auch in den Folgejahren
ein zünftiger Karneval präsentiert,
Redner und Garden entwickelten sich weiter,
und jedes Jahr wurde Neues kreiert.
Und Karl-Heinz , der Präsident,
war in vielen Sitzungen präsent.Karl-Heinz trat aus Altersgründen zurück,
doch er bleibt dabei, das ist ein Glück.
Heut ist er Ehrenpräsident der K.G.,
so tut ihm der Abschied nicht so weh.Im Hintergrund gibt er so manchen Rat,
und wenn es nötig ist, folgt auch die Tat.

Dem „Nepujeck“ gab er ein Interview,
und der hörte ihm aufmerksam zu.
Er sagte: „Ich kann meine Führung beenden,
die K.G. Rot-Weiß ist in guten Händen.“

Dieser Meinung schließ ich mich an
und hänge noch folgende guten Wünsche dran:
“Lieber Karl-Heinz, bitte glaube es mir,
die ganze Gesellschaft dankt es dir!”Gisela LennartzDem Dank und den Wünschen schließen wir Gemünder Jecken uns gerne an!

 

Diese vielen gerade zu lesenden Informationen bilden nur einen Teil der abwechslungsreichen Geschichte der KG Rot-Weiß Gemünd. Sie wäre noch um unendlich viele Geschichten und Anekdötchen zu erweitern. Denn gerade ein Verein, der ständig auf der Bühne steht und sein Publikum zufrieden zu stellen hat, kämpft mit den Unwägbarkeiten des kleinen Show-Business. Die vielen künstlerisch angehauchten Mentalitäten beherbergen neben den normalen Vereinsgeschäften die Schwierigkeiten, alle diese Charaktere unter einen Hut zu bringen und zu halten.

Ich hoffe für die KG und für den Gemünder Karneval, dass dies auch in Zukunft den karnevalistischen Vorständlern so gut gelingt wie bisher. Aber letztendlich ist der Karneval abhängig von der Akzeptanz und dem Wohlwollen seines Publikums. Ich wünsche mir daher, dass die Gemünder stets ihren Karneval zu schätzen wissen und dessen Feierlichkeiten niemals müde werden.

Der Gemünder Karneval lebt nicht von sondern mit seinen Vorsitzenden, Präsidenten, Schatzmeistern, Schriftführern, Literaten und allen Vorständlern. Vor allem lebt er aber für sein Publikum.

Frank Michalski

Lassen wir den Gemünder Karneval noch viele Jahre (hoch-) leben.